Weihnachtsgeschichte 2023: Die unheimlichen Plätzchen
Die unheimlichen Plätzchen
Die Planungen
Die Familie Staude hatte in den vergangenen Jahren an dem Weihnachtsfest immer wieder Überraschungen erlebt, nie war das Weihnachtsfest so verlaufen, wie die Familie es sich vorgestellt hatte. Insbesondere Mutter Christa lag sehr daran, dass das Weihnachtsfest harmonisch, glücklich, mit der ganzen Familie und mit viel Schnee gefeiert wurde. Nur bei dem Weihnachtsessen war sie nicht traditionell eingestellt. Vor einigen Jahren sollte es eine ganz frische Gans zum Weihnachtsessen geben. Sie sollte erst am Morgen des Heiligen Abend geschlachtet werden. Doch das brachte dann keiner über das Herz, so dass seit diesem Tag die Hausgans namens Staude bei der Familie wohnte. Einige Zeit später kam dann noch der Hund Stromer dazu. Die Familie bestand dann aus Mutter Christa, ihrem Mann Arno und den Kindern Sabine, Malte, Alex und Anna. In diesem Jahr beschloss Christa sich einfach überraschen zu lassen, was alles so wieder passieren würde. Große Erwartungen hatte sie nicht mehr. Ihr war es nur noch wichtig, dass die ganze Familie zusammen war. Das sagte sie auch zu ihrem Mann. "Die ganze Familie?", fragte Arno. "Die ganze Familie.", antwortete Christa bestimmt. Zu der ganzen Familie gehörten nämlich auch ihre Eltern. Arno legte nicht allzu viel Wert darauf, dass Oma da war. Über Opa freute er sich, aber Oma - nein, die musste er nicht unbedingt dabeihaben.Osterferien
Am Osterfest kam es zu einer – ungeplanten - Generalprobe für das Weihnachtsfest. Sohn Malte, der studierte, wohnte eh noch bei Christa und Arno. Seit kurzem hauste er jedoch in einer neu errichteten Einliegerwohnung im Keller des Hauses. Tochter Sabine lebte mit ihrem Verlobten Chris nicht weit entfernt. Beide waren oft zu Besuch und luden sich zu den verschiedensten Mahlzeiten ein und oft war der Kühlschrank danach geplündert. Sabine und Chris bewirtschafteten in der Adventszeit einen gutgehenden Weihnachtsmarkt auf dem großzügigen Grundstück von Christa und Arno. Die beiden hatten den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Nach einiger Zeit hatten sie die Verantwortung an Sabine übergeben. Sie meisterte diese Aufgabe allerdings nur deshalb so erfolgreich, weil sie von Oma tatkräftig unterstützt wurde. Wenn der Gewinn dann verbraucht war, regelmäßig war das im Sommer, wurde sie von Oma finanziell unterstützt. Einer sonstigen Arbeit ging sie nicht nach. Der Lebensstil gefiel ihrem Verlobten und er schloss sich gerne an. An diesem Osterfest kam auch der Sohn Alex nach Hause. Er war sehr intelligent und studierte Informatik. Er bezeichnete sich als Genie, sein Bruder Malte bezeichnete ihn als Eierkopf. Auch die weitere Tochter Anna war zu Besuch. Sie arbeitete als Flugbegleiterin und der Dienstplan führte sie in ihre Heimatstadt. Auch Oma und Opa waren da. Sie wollten mit Sabine über die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt sprechen. Der Ostersonntag verlief sehr harmonisch - dieses zur Überraschung von Arno. Er war nur froh, dass es zum Essen einen falschen Hasen gab und somit keine Gefahr bestand, dass auch noch ein Kaninchen in das Haus einzog.Der geplante Urlaub
An dem Osterfest teilte Christa allen mit, dass sie und Arno kurz vor dem ersten Advent für zwei Wochen nach Norwegen fahren würden. Dort hatten sie ein Wellnesshotel inmitten des Nirgendwo gebucht. Allerdings mit Schneesicherheit ab Mitte Oktober. Allerdings bestand sie darauf, dass die gesamte Familie spätestens am Heiligen Morgen zu Hause sein würde. Tatsächlich passte das bei allen. Christa machte sich keine Hoffnung, dass es an Weihnachten Schnee geben würde, immerhin würde die ganze Familie da sein, und auch für das traditionelle Weihnachtsessen der Familie Staude - Spaghetti mit Soße - war gesorgt. Christa hatte mehrere Rationen im ganzen Haus versteckt. Malte wurde bereits jetzt dazu verdonnert sich in der Zeit um die Haustiere Staude und Stromer zu kümmern. Hierzu war er gerne bereit, da er so eine Ausrede hatte, nicht zur Uni zu gehen. So ging das Jahr dahin. Im Herbst kam es jedoch zu einem Ereignis, dass sich auch auf den Weihnachtsmarkt der Familie Staude auswirkte. Das ganze Haus und das gesamte Grundstück waren zum alljährlichen Weihnachtmarkt mit einer riesigen Lichtdekoration geschmückt. Zudem gab es eine riesige Schneekanone. Der dafür benötigte Strom wurde das Jahr über in alten Akkus gespeichert. Die hatte Arno hierfür eigens angeschafft. Das Ereignis war ein starker Herbststurm, der mehrere Strommasten abknicken ließ. Die Stromversorgung war unterbrochen und der Stromversorger bat bei Arno um Unterstützung, damit dieser seine Akkus zur Verfügung stellte. Der Stromversorger zeigte sich recht großzügig und Arno stimmte zu.Die Energiekrise
Die Reparaturarbeiten an den Strommasten verzögerten sich bis kurz vor den Advent. Die Stromversorgung für den Weihnachtsmarkt wurde über eine Solaranlage sichergestellt. Es dauerte allerdings mehrere gute Sonnentage, um die Akkus neben dem laufenden Betrieb wieder aufzuladen. Die Wetteraussichten für die ersten zwei Wochen im Dezember sagten kalte Temperaturen jedoch strahlenden Sonnenschein vorher. Es sollte also keine Probleme geben dachte Arno und so fuhr er mit seiner Frau Christa nach Norwegen. Doch es kam anders. Bereits nach einem Tag kam eine riesige Wolkenfront und überzog alle Dächer mit einer dicken Puderschicht aus Schnee. Dies führte dazu, dass die Lichtdekoration nur mit dem regulären Strom betrieben werden konnte. Die Kosten waren immens, doch es gab keine andere Möglichkeit. Sabine war ziemlich gestresst wegen dieser Situation. Im Gegensatz zu den anderen, kommerziellen, Weihnachtsmärkten, wollte sie die Preise nicht erhöhen. Kurz überlegte sie sich, die Lichtdekoration auszulassen, doch gerade diese war Garant dafür, dass der Weihnachtsmarkt so gut besucht wurde. Nach kurzer Zeit waren ihre Bedenken dann auch verschwunden. Die Stromrechnung würde nicht auf sie, sondern auf ihren Vater ausgestellt werden. Dann solle er halt den Herbststurm verklagen, beschloss sie und so erstrahlte vom ersten Tag an, der Weihnachtsmarkt und das ganze Anwesen in hellem Schein der tausenden kleinen Lichter und die Schneekanone erzeugte riesige Schneemengen, die zusammen mit dem Naturschnee dazu führten, dass die als weitere Attraktion einen Rodelberg anbieten konnten.Der Tannenbaum
Für Mutter Christa gehörte auch ein riesiger, wohlgeratener Weihnachtsbaum zu einem perfekten Weihnachtsfest. In der Vergangenheit hatte es auch hier jedoch immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Der Baum wurde stets schon im Frühjahr ausgesucht und dann im heimischen Garten angepflanzt und weiter gehegt und gepflegt. Nicht immer ging das gut. In diesem Jahr hatte sich Christa von dem Gedanken verabschiedet, dass der Baum erst am Morgen des Heiligen Abend geschlagen werden durfte. Sie hatte die, wie sie fand, großartige Idee, dass sie in Norwegen eine Tanne aussuchen würde. Dort würde sie bestimmt die perfekte Tanne finden. Dieses sollte dann mit einem Expressdienst am 23. Dezember zu ihnen gebracht werden. Dieses war zwar ziemlich kostspielig, Christa war jedoch davon überzeugt, dass dieses die sicherste Möglichkeit war, den perfekten Baum zu bekommen. Der Baum sollte in den Abendstunden des 23. Dezember geliefert werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Weihnachtsmarkt geschlossen und es war nicht zu befürchten, dass mit dem Baum noch etwas geschehen würde. So kam es, dass Arno seine geliebte Christa tagelang dabei begleiten durfte, wie diese durch die verschneiten Wälder Norwegens stromerte und nach dem perfekten Weihnachtsbaum suchte. In einer kleinen Schonung wurde sie nach zwölf Tagen fündig. Eine perfekte Nordmanntanne. Sie war ca. drei Meter hoch und passte damit exakt in die gute Stube. Sie war auch perfekt gewachsen. Vollkommen gleichmäßige Kränze bis in die Spitze. Die Kränze waren stabil und doch so weit voneinander entfernt, dass sie gefahrenlos echte Kerzen anbringen konnte. Der Baum hatte ein solch kräftiges und zugleich leuchtendes Grün, wie sie es noch nie gesehen hatte. „Der ist es!“, rief sie aus und hing in die Tanne eine hochwertige Edelstahlplatte mit allen wichtigen Daten. „Jawohl. Ein richtig schöner Baum.“, stimmte Arno zu. Dabei holte er sein Taschentuch aus der Jackentasche, da er heftig niesen musste. Die vielen Wanderungen in dem Wald hatten dazu geführt, dass er sich ordentlich erkältet hatte. Als Arno mit seinen in Fäustlingen steckenden Händen das Taschentuch wieder in seiner Tasche verstauen wollte, bemerkte er nicht, wie das Taschentuch das Ziel verfehlte und durch einen Luftstoß, der just in diesem Moment durch die Schonung blies, einige Meter weit durch die Luft transportiert wurde und auf einer anderen Tanne landete.Norwegisch für Anfänger
Arno und Christa machten sich auf den Weg zum Forstamt. Insgeheim hatte Christa gehofft, dass der Förster deutsch sprechen würde, doch dem war nicht so. Der Förster sprach perfektes Norwegisch und perfektes Englisch. Beides sprachen Arno und Christa nicht so perfekt. Irgendwann jedoch, nach dem fünften Glühwein, und unter Verwendung eines detaillierten Schaubildes verstand der Förster, welchen Plan Christa hatte. Er fand die Idee so verrückt, dass er für die Tanne kein Geld haben wollte. „Wunderbar“ nuschelte Arno, „und wieder fünfzig Euro gespart.“ Den Kontakt mit dem Spediteur hatte Christa bereits im Sommer hergestellt. Dort konnte sie sich auf Deutsch verständigen und auch jetzt konnte sie ihm genau sagen, wo die Tanne abzuholen sei. Es handele sich um die markierte Tanne, sagte sie ihm ausdrücklich.Winterwunderwegland
Gerade zu dem Zeitpunkt, als Arno und Christa wieder nach Hause kamen, zog eine Warmfront über die Stadt. Die Temperaturen stiegen auf bis zu zehn Grad und der Naturschnee schmolz dahin. Dieses tat dem Trubel und Treiben auf dem Weihnachtsmarkt der Staudes jedoch keinen Abbruch. Die Sonne schien und so konnten die Schneekanonen mit dem Solarstrom betrieben werden. So kam es, dass es rund um das Grundstück der Staudes grau und trist war, zwischen den Buden auf dem Weihnachtsmarkt lag jedoch immer reichlich blütenweißer Kunstschnee. Malte schob regelmäßig seinen Dienst in der Glühweinbude und erfreute sich daran, dass seine Kumpels ihn regelmäßig besuchten. Sie standen um den Stand herum und Malte gab großzügig aus. Sein Kumpel Jonas war dafür bekannt, dass er sich nicht nur dem Glühwein, Eierpunsch, Grog, Punsch, Glögg und Lumumba hingab, sondern gerne auch eine etwas unförmige selbstgedrehte Zigarette rauchte. In der Zigarette befand sich nicht nur Tabak, sondern auch Marihuana. So kam es, dass sich um die Glühweinbude oftmals ein süßlicher Duft verbreitete. Malte selbst zog nie an der Zigarette. Er lehnte das ab. Jonas jedoch wollte sich revanchieren für die vielen Freigetränke und schenkte Malte zum Dank eine kleine Tüte mit Marihuana. Malte bedankte sich artig und steckte das Tütchen ein. Was er damit machen sollte, wusste er jedoch nicht.In der Weihnachtsbäckerei
An dem 23. Dezember war die Familie schon komplett. Anna hatte einen letzten Flug und kam in den Morgenstunden nach Hause. Alex war früh morgens aufgebrochen und kam am Mittag an. Sabine und ihr Freund Chris waren sowieso da. Es war der letzte Tag des Weihnachtsmarktes und es gab genug zu tun. Auch Oma und Opa halfen tatkräftig mit. „Ich glaube, wir haben nicht genug Weihnachtskekse.“, sagte Christa plötzlich. Sie hatte vorher in die vielen Blechdosen geschaut und festgestellt, dass in diesen bereits die Böden zu sehen waren. Da alle beschäftigt waren, bot sich Alex an, Kekse zu backen. Christa war überrascht und verhalten begeistert. Sie wusste, dass sich Alex in der Hauptsache von Tiefkühlpizza und belegten Broten ernährte. „Das bekomme ich schon hin.“, sagte er. Dabei zückte er sein Handy und suchte nach einem Rezept. „Na ja.“, erwiderte Christa, „wird schon werden.“ Sie verließ die Küche und suchte Arno. Er bekam den Auftrag, noch zum Supermarkt zu fahren, um die letzten Reste an Keksen zu kaufen. Gerade als Alex anfing, die Schränke nach den Backutensilien zu durchsuchen, kam Malte in die Küche. Er war leicht angeheitert und wollte eigentlich nur Milchnachschub für den Lumumba holen. Kurz bevor er die Speisekammer betrat, musste er heftig niesen und holte ein Taschentuch aus der Jackentasche. Das Päckchen mit den Taschentüchern legte er dann auf die Arbeitsplatte und übersah hierbei, dass er dabei auch die kleine Tüte von Jonas mit ausgepackt hatte. Beides lag jetzt vor dem Gewürzschrank. In dem Rezept las Alex, dass er Zitronat verwenden sollte. Er hatte keine Ahnung, was das sein mochte. Er kannte auch kein Marihuana und so nahm das Schicksal seinen Lauf.Der Heilige Tag
Am Abend des 23. Dezember wurde der Weihnachtsbaum geliefert. Der Fahrer kam erst gegen 22:00 Uhr bei den Staudes an. Er lud den Weihnachtsbaum aus und ging zur Haustür. Vor der Tür stand Anna und chattete mit einem ihr sehr gut bekannten Piloten. Sie war abgelenkt und nahm lediglich zur Kenntnis, dass der Baum geliefert sei und unter dem Schauer vor dem Schuppen stehen würde. „Ok“, antwortete sie knapp. Der Fahrer fuhr wieder ab und als Anna das Haus betrag, rief sie lediglich, dass der Baum da sei. „Ist denn auch alles in Ordnung mit ihm?“, rief Christa. Sie war bereits in ihr Nachthemd gekleidet. „Ja klar“, antwortete Anna. „Was soll denn damit auch nicht in Ordnung sein“, dachte sie sich. Und so kam es, dass die Familie schlafen ging. Am Morgen des heiligen Morgens schaute Christa aus dem Fenster und traute ihren Augen nicht. Es hatte die ganze Nacht geschneit. Dicke schwere Schneeflocken waren vom Himmel gefallen. Die ganze Familie traf sich in der guten Stube und es gab ein opulentes Frühstück. „Ihr müsst unbedingt meine Kekse probieren.“, rief Alex aus. Er war stolz auf seinen drei Bleche mit, nun ja, Backwerk. Da alle, bis auf Oma und Opa wussten, dass Alex’ Stärken weder im Kochen noch im Backen lagen, lehnten die übrigen ab. Auch Oma und Opa waren von dem optischen Ergebnis nicht begeistert, wollten ihrem Enkel jedoch eine Freude machen und griffen beherzt zu. Tatsächlich hatten die Kekse einen sehr interessanten, ihnen jedoch fremden Geschmack. Nach dem Frühstück, der sich zu einem Brunch ausgeweitet hatte, bat Christa Opa und Malte darum, den Baum in die gute Stube zu holen. Die beiden zogen sich dick an und kamen nach kurzer Zeit zurück. „Da steht kein Baum unter dem Schauer.“, sagte Malte. „Das kann nicht sein.“, erwiderte Christa, „Schaut doch noch einmal nach.“ Wieder zogen die beiden los und unter einer dicken Schneeschicht entdeckte Opa eine kleine, windschiefe Tanne. Fassungslos starrte Malte auf die Krüppeltanne. Opa indes gab glucksende Laute von sich. Nach kurzer Zeit bog er sich vor Lachen. „Was ist das denn?“, rief er laut aus. Leichten Ganges lief er in das Haus und erzählte der fassungslosen Familie, dass es dieses Jahr aber einen sehr kleinen, merkwürdigen Baum geben würde. Er schaute in offene Münder. Nur Oma gab nun auch glucksende Laute von sich und als Malte mit der Tanne in der Tür stand, war sie die Einzige, die sich vor Lachen fast krümmte. Christa war nicht in der Lage irgendetwas zu unternehmen, Anna war am Handy, Alex wusste überhaupt nicht mit der Situation umzugehen, nur Arno roch jetzt an den Plätzchen. Ein süßlicher Duft kam ihm entgegen.Die Rettungsfahrt
Chris schaltete dann als erstes. „So einen Baum können wir nicht durchgehen lassen. Die Norweger sind doch alle Betrüger!“, schallte es aus ihm heraus. „Ich fahre jetzt los und hole irgendwo einen vernünftigen Weihnachtsbaum.“ Voller Tatendrang lief er zu seinem klapprigen Ford. Nach vier Anläufen konnte er den Motor dazu bringen, dass er startete. Er fuhr los und vergaß dabei, dass er am Tag zuvor mit dem Auto gekommen war, auf dem er es einfach nicht geschafft hatte, Winterreifen aufzuziehen. Mit heulendem Motor fuhr er los. Die Reifen hatte zunächst noch etwas Grip, da er auf einer Schotterfläche stand. Doch als er die gepflasterte Auffahrt erreichte, kam die Fuhre ins Schaukeln. Der klapprige Ford schlingerte nach links und schlingerte nach rechts. Bei jedem Schlingern hielten Christa, Arno, Malte, Alex und auch Anna, die jetzt ihr Handy weggelegt hatte, den Atem an. Nur Oma und Opa erfreuten sich an dem Schauspiel. Kurz vor dem kunstvollen und doch massiv gemauerten Eingangstor passierte es dann. Das Auto brach aus und verkeilte sich in dem Tor. Nun verstummten auch Oma und Opa. „Nichts passiert!“, rief Chis, als er es schaffte, sich aus dem Beifahrerfenster zu schlängeln. Ihm war tatsächlich nichts passiert, das Tor jedoch war unpassierbar. Sie schafften es auch mit vereinten Kräften nicht, den total eingekeilten Ford zu befreien. Arno rief bei dem Autoclub an, doch wegen der winterlichen Straßenverhältnisse war es nicht möglich, ihnen zur Hilfe zu kommen. „Dann müssen wir eben das Beste daraus machen.“, beschloss Arno und alle folgten ihm in das Haus. Dort wurde die windschiefe Tanne in den viel zu großen Christbaumständer gestellt und, so gut es eben ging, von Malte, Alex und Anna geschmückt. Oma und Opa, die sich nun etwas gefangen hatten, aber einen großen Hunger verspürten, bereiteten in der Küche die Spaghetti und die Soße zu. Arno saß im Wohnzimmer neben seiner Frau und fächelte ihr Luft zu. Nach kurzer Zeit hatte sich jedoch auch Christa gefangen und so saß die ganze Familie an dem großen Tisch auf dem Schüsseln mit den Spaghetti und der Soße dampften. „Wir können wirklich versuchen, was wir wollen“, prustete Arno, „das perfekte Weihnachtsfest gibt es bei uns einfach nicht.“ Und alle stimmten lachend mit ein. Fröhliche Weihnachten!!!!!Das könnte Ihnen auch gefallen
-
Eifel-Weihnacht: Geschichten und Gedichte
11,00 €6,83 € -
Schwäbische Bescherung: Ein heiteres Weihnachtsbüchle
12,90 €8,32 € -
Steerns an´n Heven: Wiehnachten in uns Tiet
17,90 €
-
Weihnachtsgeschichten am Kamin 30: Gesammelt von Barbara Mürmann
9,99 €1,74 € -
Lustig, lustig, tralalalala: Weihnachtsgeschichten zum Lachen
8,99 €5,59 € -
tiptoi - Starterset mit Stift und Buch - Wieso? Weshalb? Warum? Entdecke den Bauernhof
79,95 €
-
Verrückte Weihnachten
9,99 €
-
Der Grinch
7,99 €5,99 €