Adventskalender gehören heute in fast jedem Haushalt zur Vorbereitung auf Weihnachten dazu. Entstanden sind sie vor allem als Zeitzähler, um insbesondere Kindern die noch verbleibenden Tage bis zum Heiligabend zu visualisieren.
Adventskalender
24 neue Geschichten, ein Türchen pro Tag: Jedes Türchen öffnet sich von selbst, sobald der jeweilige Dezembertag erreicht ist – schauen Sie jeden Tag im Advent wieder vorbei.
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Türchen 1
Der erste Schnee
Als Paul am ersten Dezembermorgen aus dem Fenster sah, war die Welt verschwunden.
Zumindest fast.
Die Straße, die Autos und sogar der alte Gartenzwerg von Frau Becker waren unter einer dicken weißen Schneedecke begraben. Über Nacht hatte es geschneit.
Paul zog sich an, schnappte sich seine Mütze und rannte nach draußen.
Vor dem Haus entdeckte er etwas Seltsames. Kleine Fußspuren führten durch den Schnee. Sie waren viel zu klein für einen Erwachsenen, aber auch irgendwie zu ordentlich für eine Katze.
Paul folgte ihnen.
Sie führten über den Bürgersteig, durch den Vorgarten und schließlich bis zu einem kleinen Tannenbaum am Ende der Straße.
Dort lagen drei Haselnüsse, ein roter Wollfaden und ein winziger Zettel.
Darauf stand:
„Danke, dass du mir den Weg gezeigt hast.“
Paul kratzte sich am Kopf.
„Welchen Weg?“
In diesem Moment fiel Schnee vom Baum. Ein kleines Eichhörnchen sprang hervor, schnappte sich eine der Nüsse und verschwand.
Paul musste lachen.
Vielleicht war das Geheimnis damit gelöst.
Vielleicht aber auch nicht.
Den roten Wollfaden nahm er mit nach Hause und band ihn an seinen Adventskranz.
Es war schließlich erst der erste Dezember.
Und wer wusste schon, welche Geheimnisse der Advent noch bereithielt?
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Türchen 2
Die verschwundenen Plätzchen
Am zweiten Adventstag wollte Oma Martha ihre berühmten Zimtsterne verpacken.
Doch die Dose war leer.
„Das kann nicht sein“, sagte sie.
Gestern Abend waren noch mindestens dreißig Stück darin gewesen.
Opa saß am Küchentisch und las Zeitung.
„Vielleicht sind sie verdunstet.“
Oma sah ihn streng an.
Auf dem Boden lagen kleine Krümel.
Die Spur führte aus der Küche, durch den Flur und direkt ins Wohnzimmer.
Dort endete sie vor dem Sofa.
Oma ging in die Knie und schaute darunter.
Zwei Augen blickten zurück.
Es war Bruno, der Dackel.
Neben ihm lagen fünf zerbrochene Zimtsterne.
„Aha!“
Doch dreißig Plätzchen konnte selbst Bruno nicht gegessen haben.
Da räusperte sich Opa.
„Also … vielleicht habe ich gestern Abend auch zwei probiert.“
Oma verschränkte die Arme.
„Zwei?“
„Vielleicht vier.“
Nach einigen Minuten stellte sich heraus, dass Opa zwölf gegessen hatte, die Enkel sechs mitgenommen hatten und Oma selbst eine zweite Dose in den Vorratsschrank gestellt hatte.
Bruno war damit fast unschuldig.
Fast.
Am Nachmittag buk Oma eine neue Ladung.
Und diesmal schrieb sie auf die Dose:
„Finger weg! Besonders du, Opa.“
Darunter klebte sie einen zweiten Zettel:
„Und Bruno natürlich auch.“
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Türchen 3
Der kleinste Weihnachtsbaum
Auf dem Weihnachtsbaumverkauf standen Hunderte Tannen.
Große, kleine, breite und schmale.
Ganz hinten stand jedoch ein winziges Bäumchen.
Es war kaum einen Meter hoch und ein wenig krumm.
Die meisten Menschen gingen einfach daran vorbei.
„Der ist aber klein“, sagte ein Mann.
„Der passt ja kaum für Weihnachten“, meinte eine Frau.
Am Nachmittag kam Familie Weber.
Eigentlich wollten sie einen großen Baum kaufen.
Doch die sechsjährige Lina entdeckte den kleinen Baum.
„Den nehmen wir.“
Ihr Vater lachte.
„Der ist doch viel zu klein.“
Lina schüttelte den Kopf.
„Dann braucht er uns doch erst recht.“
Also nahmen sie ihn mit.
Zu Hause stellten sie ihn auf einen kleinen Tisch und schmückten ihn mit Lichtern, Kugeln und selbst gebastelten Sternen.
Plötzlich wirkte der kleine Baum gar nicht mehr klein.
Am Abend saß die ganze Familie davor.
„Weißt du was?“, sagte Linas Vater.
„Ich glaube, wir hatten noch nie einen schöneren Weihnachtsbaum.“
Lina grinste.
Manchmal musste etwas eben nicht groß sein, um etwas Besonderes zu sein.
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Türchen 4
Das Licht im Fenster
Jeden Abend sah Mia auf dem Heimweg dasselbe Fenster.
Es gehörte zu einem alten Haus am Ende der Straße.
Darin stand eine einzelne Kerze.
Keine Lichterkette. Kein Weihnachtsstern. Nur diese eine Kerze.
Eines Tages begegnete Mia der älteren Dame, die dort wohnte.
„Warum steht bei Ihnen immer nur eine Kerze im Fenster?“, fragte Mia.
Die Frau lächelte.
„Das hat meine Mutter früher auch gemacht. Sie sagte immer: Im Winter soll niemand glauben, dass irgendwo kein Licht mehr brennt.“
Mia dachte lange darüber nach.
Am nächsten Tag stellte sie zu Hause ebenfalls eine Kerze ins Fenster.
Dann erzählte sie ihrer Freundin davon.
Die stellte auch eine auf.
Eine Woche später leuchteten in fast jedem Haus der Straße kleine Lichter.
Als die alte Dame eines Abends aus ihrem Fenster schaute, musste sie lächeln.
Aus einer einzigen Kerze waren plötzlich zwanzig geworden.
Und die Straße sah heller aus als jemals zuvor.
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Türchen 5
Türchen 5 (Platzhalter)
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Türchen 6
Türchen 6 (Platzhalter)
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Türchen 7
Türchen 7 (Platzhalter)
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Türchen 8
Türchen 8 (Platzhalter)
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Türchen 9
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Türchen 10
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Türchen 11
Türchen 11 (Platzhalter)
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Türchen 12
Türchen 12 (Platzhalter)
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Türchen 13
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Türchen 14
Türchen 14 (Platzhalter)
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Türchen 15
Türchen 15 (Platzhalter)
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Türchen 16
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Türchen 17
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Türchen 18
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Türchen 19
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Türchen 20
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Türchen 21
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Türchen 22
Türchen 22 (Platzhalter)
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Türchen 23
Türchen 23 (Platzhalter)
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Türchen 24
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